16. Fûryû-Gasshuku in Schellerhau, 25.-27.September 2015


furyugasshuku2015

Freitagnachmittag sollte es losgehen: Das Trainingslager in Schellerhau. Wir trafen uns mit Sascha, um gemeinsam, immer bergan, ins Erzgebirge zu fahren. Ein sportliches, schönes und lehrreiches Wochenende lag vor uns. Unterwegs luden wir noch Thomas und Ruben ins Auto und ab ging’s. Bewaffnet mit Bô und Tonfa und den wichtigsten Lebensmitteln kamen wir im Mayenhof an. Dort trafen wir schon auf die ersten Leute vom Fûryû. Einige kannte ich schon von Lehrgängen, andere waren mir noch fremd, aber das sollte sich schnell ändern. Thomas erklärte Ruben und mir kurz die Räumlichkeiten, Gegebenheiten und den Ablauf und dann konnten wir uns auch schon die Sportsachen anziehen, um das erste Abendtraining zu genießen. Sascha gab das Training und begann mit einer lockeren Erwärmung, es folgten diverse Übungen.

Danach gab es Abendbrot und gemütliches Beisammensein. Am nächsten Morgen von 7:00 Uhr bis ca. 8:00 Uhr folgte das nächste Training. Irina vollführte Übungen aus dem Qi Gong und wir machten so gut es ging mit. Es war spannend etwas Neues zu lernen und zugleich auch etwas seltsam am frühen Morgen mit ruhigen ja fast schon meditativen Übungen in den Tag zu starten. Nach dem wir nun tiefen-entspannt waren, kam Thomas, um mit uns die Taisabaki gata zu laufen und das Training dann zu beenden. Wir frühstückten und es gab den ersten Kaffee. Die zweite Trainingseinheit begann Felix; Zur Erwärmung sollte jeder eine Übung zeigen, danach wurden wir über Anwendungsbeispiele zu Kamae waza geleitet. Diese Kata war das große Thema des Trainingslagers. Am Nachmittag traf Hendrik ein, welcher das Training dann leitete. Es wurde auf spezielle Elemente der Kamae waza gata eingegangen und auf deren Anwendung.

Der Abend wurde mit einem gemeinsamen Abendbrot und anschließendem Beisammensein, Umtrünken und Sangeskünsten beendet. Der nächste Morgen begann wieder mit Qi Gong und dem Laufen der Solo-Form Kamae waza. Danach gab es noch einmal Frühstück und die letzte Trainingseinheit erfolgte. Hendrik wiederholte noch einmal wichtige Passagen aus Kamae waza und vervollständigte die Anwendungsbeispiele. Danach gab es freies Training und Ruben und ich versuchten uns an den Tonfa und erhielten dabei tatkräftige Unterstützung von Hendrik. Dieser erklärte uns die Grundlagen und wir versuchten das Gesagte bzw. Gezeigte in die Tat umzusetzen.

Es blieb das Gefühl, jede Menge Potential nach oben zu haben und noch sehr viel lernen zu dürfen. Nach Beendigung des Trainings wurden die Taschen wieder gepackt und wir verabschiedeten uns. Proviant aus den Restbeständen wurde verteilt, was nicht wenig war. Mit vollem Kofferraum und vollem Kopf fuhr uns Sascha wieder Richtung Dresden und ein schönes Trainingslager ging zu Ende.

Marie-Luise Malisch